DER NACHMITTAG DER LEBENDEN TOTEN

Uraufführung
Von Thomas Desi
Sehr frei nach “Night of the Living Dead” von George A. Romero

Vorstellungen
Mi 18. + Do 19.1.2017, 20.00
Di 7. + Mi 8.2.2017, 20.00

Die Zombies der 60er Jahre als Metapher unseres sozialpolitischen Klimas. Wie lebendig ist der Mensch von heute wirklich noch? Thomas Desis irrwitzige Assoziation zum Kultfilm steigert sich nach und nach zu einer hysterischen Farce mit fatalem Finale.

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NATHAN

Ein Ring ist ein Ring ist ein Ring


Uraufführung
Von Thomas Richter, Regie: Dora Schneider
Frei nach “Nathan der Weise” von G.E. Lessing

Vorstellungen
Sa 21., Di 24. + Mi 25.1.2017, 20.00
Fr 3. + Sa 4.2.2017, 20.00

In einer Gegenwart voll religiös befeuerter Konfliktherde setzt sich Thomas Richter mit Lessings “Nathan” auseinander und findet – von Dora Schneider packend in Szene gesetzt – einen höchst originellen Zugang zu dessen drängenden Themen.

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TAGEBUCH SLAM

So 22.1.2017, 19.00
So 26.2.2017, 19.00

Im TAG lesen Laien aus ihren alten Tagebüchern vor. Eine Reality-Show der etwas anderen Art – mit Sicherheit der persönlichste aller Slams.

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FAUST-THEATER

Uraufführung
Von Gernot Plass
Frei nach „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe

Vorstellungen
Fr 27., Sa 28. + Mo 30.1.2017, 20.00
Mi 1.2.2017, 20.00

Gernot Plass hat den Olymp der Klassiker-Überschreibung erklommen: Mit seiner Faust-Fassung ist ihm ein tempo-, humor- und geistreicher, vor allem aber ein im Heute verankerter Umgang mit dem Stoff gelungen, der Publikum und Presse zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

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SPORT VOR ORT

So 5.2.2017, 19.00

Impro-Theater auf höchstem Niveau. Spontaner kann Unterhaltung nicht sein!

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JANA CARPENTER & JIM LIBBY

SUNRISE/SUNSET

Do 9.2.2017, 20.00, in englischer Sprache

Internationales Impro-Star-Treffen, bei dem die Funken sprühen: Amerikanische Coolness mischt sich mit britischem Humor.

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IMPRO-WORKSHOP MIT JANA CARPENTER

Fr 10.2.2017, 18.30–21.30, in englischer Sprache


Workshop für Fortgeschrittene bei einem Star der englischen Impro-Szene.

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(EIN) KÄTHCHEN.TRAUM

oder Der seltsame Fall aus Heilbronn


Von Gernot Plass
Uraufführung
Frei nach „Das Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist

Voraufführungen Mi 22.2. + Fr 24.2.2017, 20.00
Premiere Sa 25.2.2017, 20.00
Vorstellungen Mo 27. + Di 28.2.2017, 20.00

Gernot Plass’ Neudeutung und Überschreibung des dramatischen Filetstücks deutscher Ritter-Romantik. Eine mafiöse Groteske wird zum nervenzerfetzenden Psychothriller und zur kafkaesken Höllenfahrt, bis sie sich schließlich mit der Romantik in nächster Ordnung wieder versöhnt. Love is in the air!

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Der Traum von ewiger Liebe. Hätten wir ihn nicht, was wäre dann der meisten Menschen Treiben und Beginnen? Sinnloses Stückwerk? Wir alle haben ihn geträumt und träumen immer weiter. Wo sind die monddurchfluteten Gärten, Engelsleitern, goldnen Kutschen, Schwäne, Cherubim? Vierzehn Englein wachen, halten Rat und weisen uns im Traum die große Liebe. Nur hören wir nicht mehr auf angelische Botschaft. Was Wunder, wenn wir unsere Märchenprinzen und Prinzessinnen verfehlen? Der Königsweg ins Dunkle ist Schwelle, Übergang zu Höherem.

Wir sollten wieder auf der Schulbank der Romantik und bei einer ihrer wirkmächtigsten Lehrerinnen hocken: dem Käthchen von Heilbronn. Dies Mädchen ist eine somnambule Extremistin. Durch den Wald und durch die Heide, entlang des Rheins, bergauf, bergab hetzt sie ihren verdatterten Herzensschwarm zum Jawort. Welch eine Seelenkraft! Der eigentlich-feministische Kommentar der Romantik und ihrer bis heute prägenden Schule.
Das Dunkle, der Traum, der Wahnsinn, der Wald, das Paranormale und der wesenhafte Schein sind die Koordinaten und Symptome dieser literarisch fruchtbaren deutschen Geisteskrankheit. Heinrich von Kleist lieferte für (EIN) KÄTHCHEN.TRAUM die rittermärchenhafte Vorlage. Ein von der Künstlerischen Leitung geträumter TAG-Traum, in den das TAG-Team einsteigt und durch den tiefen Text-Traumwald einer Überschreibung watet.

Und in der Zeit zwischen SUNSET & SUNRISE, so das Label unserer im Februar antretenden Impro-Meister Jim Libby und Jana Carpenter, jenseits der bloßen Verstandeswelt, befreit von jeglicher Zensur, entfaltet sich das Unheimliche und Phantastische, das Wunderliche, Wunderbare. Somnambuler Aufruhr, nachtwandlerische Ergriffenheit, Erregung, Spannung, Engel, Alben, Dämonen. Und darin die makellose Seele eines Mädchens. Schööön! Kommen Sie in unser Traum-Labor ab Februar und wandeln Sie, schauen Sie und erleben Sie! TAG-TRAUM, TRAUM-TAG.

Gernot Plass
Künstlerischer Leiter