“Schuldenfrei im Mythen-Steinbruch. (…) Auf Mezgolich geht auch das heutige Erfolgsrezept zurück: Klassiker-Überschreibungen. Es begann mit einer Bühnenfassung des Kurosawa-Films ‘Rashomon’, dann kam Plass auf die Idee, ‘Richard II.’ neu zu schreiben. Einen ‘Selbstfindungsprozess’ nennt Plass das. ‘So entstand das Konzept, mythische Steinbrüche neu zu bearbeiten. Und das Prinzip, dass der, der den Text schreibt, selbst inszeniert.’
KURIER

“In der zerklüfteten Wiener Theaterlandschaft – neben den Großbühnen gibt es eine Vielzahl an Klein- und Mittelbühnen und ein Heer an freien Gruppen – nimmt das TAG eine besondere Stellung ein. Nach prekären Anfangsjahren als Theaterkooperative unter einer siebenköpfigen Leitung hat die Mittelbühne (vormals: Gruppe 80) mit bemerkenswerten Klassikerumschreibungen ein unverkennbares Profil entwickelt, das bei Kritik und Publikum gleichermaßen ankommt.”
WIENER ZEITUNG

“10 Jahre TAG, gespiegelt in der Musik, die aus ausgewählten Produktionen verwendet wurde – das war eine tolle Idee, die das Publikum zu Ovationen hinriss. Eine Sport-vor-Ort-Impro und musikalische Gigs im Anschluss zeigten einmal mehr die Lebendigkeit dieses Hauses. Die Stimmung war fröhlich, ausgelassen und familiär – und spiegelte die tiefe Verbundenheit des Publikums mit diesem Theater wider.”
EUROPEAN CULTURAL NEWS

“Das TAG fährt gut damit, aus Altem Neues zu machen. Der Kurier nannte
‘Hamlet Sein’ eine “mittelschwere Sensation”, ‘Richard 2’ war laut Falter
“famos”, und ‘Faust-Theater’ wurde
im Standard als ein “Prachtstück der Klassikerbearbeitungen” bezeichnet.
Und wirklich, die Szene, in der Ensemblemitglied Elisabeth Veit als Gretchen am Ende des Gelehrtendramas im Irrenhaus landet und einen gellenden Schrei von sich gibt, gehört zu den stärksten Theatermomenten des vergangenen Jahres. Nicht nur Goethe, Shakespeare und Schiller
kommen zum Zug, sondern auch Romanautoren wie Franz Kafka und
Iwan Gontscharow sowie Filmregisseure wie Alfred Hitchcock und Rainer
Werner Fassbinder. Die Salonkomödie ‘Der diskrete Charme der smarten
Menschen’ nach Luis Bunuels surrealistischem Filmklassiker ‘Der diskrete
Charme der Bourgeoisie’ gewann den Nestroy-Preis 2014 für die beste
Off-Produktion. Das Stück von Regisseur Ed. Hauswirth, das auf Basis von Interviews mit Wiener Bobos entwickelt wurde, läuft übrigens so gut, dass es immer noch auf dem Spielplan steht.”
FALTER

“Ein Tag, an dem ein neues Kapitel Wiener Theatergeschichte aufgeschlagen wurde. Am 13. Jänner 2006 wurde eröffnet. Wenn das TAG nun mit Publikum und Mitstreitern seinen zehnten Geburtstag feiert, dann hat nicht bloß eines der wenigen sichtbaren Ergebnisse der Wiener Theaterreform bis heute überlebt: Das Haus ist so lebendig wie nie zuvor. 17.500 Besucher haben in der vergangenen Saison das TAG besucht und ihm eine Auslastung von 84 und einen Eigendeckungsgrad von 19 Prozent beschert.
Nach ein paar schwierigen Jahren der Profilbildung schätzen heute nicht nur
viele Besucher, sondern auch viele Kritiker das Angebot, mit dem man sich als “Sprechtheater-Hotspot” gegen modische Performance-Trends abgrenzen
möchte. Zum Markenzeichen der Off-Bühne ist neben einem Improvisationstheater-Schwerpunkt ein kreativer Umgang mit Stoff-, Stück- oder Filmvorlagen geworden, für die sich der Begriff “Klassiker-Überschreibung” eingebürgert hat.”
BÜHNE