Hope Theatre Nairobi

Das Hope Theatre Nairobi wurde im Mai 2009 als Ergebnis einer ersten Theaterarbeit mit LehrerInnen, SchülerInnen und Jugendlichen der Organisation „Hands of Care and Hope“ — einer lokalen Organisation in den Armenvierteln an der zentralen Mülldeponie — von Stephan Bruckmeier gegründet und besteht aus 20 Jugendlichen, die seither unter der Leitung des Dramaturgen und Sozialarbeiters Constant Hore kontinuierlich proben, eigene Szenen und dramatische Gedichte schreiben und vermehrt bei diversen lokalen Festivals auftreten. “The Dream of getting a Job” ist das umfangreichste Theaterprojekt der Truppe und im Stile eines Marktplatz-Festivals aus schnell wechselnden, sehr unterschiedlichen Szenen gestaltet.

Das Lebensgefühl Nairobis bringen neben der Theaterproduktion auch das Foto-Buch “meeting nairobi”, das von Margit Niederhuber, Heike Schiller und Stephan Bruckmeier gestaltet im Mandelbaum-Verlag erschien, sowie die Ballade “When I open my Eyes” von Gerd Schuller (Musik) und Stephan Bruckmeier (Text), die den Theaterabend beschließt, mit nach Europa.

Als ein Projekt der Aufbauarbeit im Dialog zwischen Kulturschaffenden und -interessierten ist das Hope Theatre auf Dauer nicht ohne Sponsoren, Institutionen und engagierte private Unterstützer überlebensfähig, da das Einkommen für viele Interessierte zu niedrig ist um in Theaterkarten investiert zu werden und Kenia keinerlei Subventionen bietet. Kultur kann darum nur durch Unterstützung der reicheren Länder und freiwilliger Initiativen und Einzelpersonen ermöglicht und am Leben gehalten werden.

Die finanzielle und logistische Struktur des Hope Theatre Nairobi entspricht mittlerweile den üblichen Grundsätzen einer kontinuierlich arbeitenden Theatergruppe, der modernen Idee einer Entwicklungshilfe folgend, bei der es vor allem um die partnerschaftliche Aufbauarbeit, Anleitung zur Selbstständigkeit und künstlerische, sowie finanzielle Eigenverantwortlichkeit geht. Wie in Europa auch wird hier eine klar definierte Arbeit bezahlt. Mit der Tournee hat die Gruppe die Möglichkeit, ihren Geldgebern ihre künstlerische Arbeit zu präsentieren und gleichzeitig neue Förderer zu finden.

Gefördert wird der kulturelle Austausch zwischen Europa und Afrika u. a. vom Stuttgarter Verein Kenya Art Projects e.V., dessen Schwerpunkt es ist, die künstlerische Aufbauarbeit — das 1. Slum Theater Festival in Nairobi — auch in Zukunft zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter
www.hope-theatre.info oder www.KenyaArtProjects.com.