"Das TAG-Ensemble (…) spielt wieder einmal großartig. Der von Dora Schneider inszenierte Abend ist nahe am Kabarett gebaut, es fehlt ihm aber an Tiefgang. Viel Jubel vom Premierenpublikum."
KURIER

"Richter schaut genau auf die zwischenmenschlichen Möglichkeiten in einer Gegenwart, die zur digitalen Vereinsamung drängt. Der Humor konturiert die Verzweiflung. (...) Langer Applaus eines Publikums, in dem wohl mancher seine eigene Lebenssituation auf der Bühne widergespiegelt fühlte."
WIENER ZEITUNG

"Thomas Richter hat (…) frei nach Schnitzler einen ‚Reigen’ für die Generation Tinder verfasst, die Beziehungen oft über Datingportale anbahnt. (…) Viele Szenen haben Witz, gespielt wird in den 110 Minuten oft entzückend skurril. Die Rollen sind bald leicht austauschbar. An Schnitzlers beiläufige Prägnanz reicht der Text meist nicht heran. Dennoch: Es ist gut, darüber geredet zu haben."
DIE PRESSE

"Die in Schnitzlers ‚Reigen’ variierten Sexanbahnungsgespräche variiert Richter in der Gegenwart: Wie komme ich heute unter welchen Spielregeln zum Beischlaf? Damit sind über ein Dutzend Figuren befasst. (…) Keine der Begegnungen führt zum Ziel – weder über ein Casual Sex Date samt Formular noch über ein Machtverhältnis und auch nicht über eine zufällige Barbekanntschaft. Man kann das auch als Diagnose werten (…) Sex macht heute scheinbar nur Probleme. Das war ja schließlich auch die Crux bei Arthur Schnitzler."
DER STANDARD

"Der deutsche Regisseur und Autor Thomas Richter hat fast 100 Jahre nach dem Skandal um Schnitzlers Szenenfolge ‚Reigen’ versucht, ein neues gesellschaftliches Panorama in Bezug auf unseren Umgang mit Sexualität zu entwerfen. Es wird viel geredet in diesen fast zwei Stunden, die von Dora Schneider in Szene gesetzt und mit kurzen Video-Einspielungen angereichert wurden. Dabei gibt es viele gut beobachtete Paar-Situationen und ein paar nette Sager. Lachen ist immer gut. Auch beim Reden über Sex."
SALZBURGER NACHRICHTEN

"Dabei verdient das, was man auf der Bühne des TAG in 110 pausenlosen Minuten sieht, durchaus Beachtung, zeugt von scharfem Blick auf unsere Welt, bietet Humor, lässt auch Bitterkeit köcheln, und anders als bei Schnitzler führt kaum eine Szene zum tatsächlichen Beischlaft (der einst den Skandal bedeutete). (…) Da, wo früher die brutale Lust herrschte (und einen Begriff wie "Belästigung" hat Schnitzler nicht gekannt), stolpert der moderne Mensch über seine eigenen, egozentrischen, grenzenlos umkreisten Befindlichkeiten. Mühselig. Komisch anzusehen. (…)Das alles bringt ein Großteil des Textes auf den Punkt, und Regie (Dora Schneider) und Darsteller bleiben nichts schuldig. (…) Der Autor unserer Zeit hat dazu durchaus Erkenntnisse und Einsichten bereit, die in unsere Gesellschaft hineinleuchten. Das Publikum zeigte sich überzeugt."
ONLINE MERKER

"Mitreißende Uraufführung. Grandioses Bühnenkatapult zu Seele, Sehnsucht, Sex der Zeit. (…) Es ist ganz feine Seelenarbeit in höchstem szenischen Anspruch von Rollenwechsel/Dialog und Ausdruck/Ansprache, die hier groißartig von Theater geleistet wird. (…) Witzig, traurig, nachdenklich. Gratulation!"
LITERATUROUTDOORS.COM

"Unter der Regie von Dora Schneider werden mit dem Text von Thomas Richter Szenen der aktuellen Tendenzen des Liebeslebens aufgezeigt. (…) Dabei zeichnet das TAG das Bild einer Gesellschaft, in der es mehr um Schein als um Sein geht. (…) Getragen von einem grandiosen Ensemble und einer detailverliebten Ausstattung kippt die Darstellung der Personen nicht zu sehr ins Komödienhafte. Die liebevollen Kleinigkeiten sorgen dafür, dass die Charaktere mehr als nur Klischees sind, sondern sehr menschlich wirken. (…) Vor allem aber ist die Aufführung lustig."
NEUE WIENER