© Anna Stöcher


REIGEN


Uraufführung
Von Thomas Richter/Regie Dora Schneider
Frei nach "Reigen" von Arthur Schnitzler


Termine
Alle Termine bis 6. April abgesagt

"Hast du gewusst, dass — rein statistisch — Paare, die getrennt schlafen, länger zusammenbleiben?"


Vor hundert Jahren war das Thema Sex auf der Bühne ein Skandal. Schnitzlers Stück löste nach seiner Uraufführung nicht nur den berühmten "Reigen-Prozess" aus, sondern auch derartige Saalschlachten und Anfeindungen, dass der Autor irgendwann selbst jegliche weitere Aufführung untersagte.

Diese Zeiten sind vorbei. Heute können wir jederzeit und kostenfrei im Internet auf alle erdenklichen Arten von Sexualität zugreifen und uns darüber auf-, er- und abregen. Sex kann heute, außer vielleicht gerade noch im Zusammenhang mit Politik, keinen Skandal mehr auslösen. Aber sind wir bei all der Freiheit heute tatsächlich sexuell gelöster, aufgeklärter oder gar zufriedener? Oder doch viel eher oversexed and underfucked?

Thomas Richters Ansatz ist wie bei Schnitzler, ein gesellschaftliches Panorama unserer Zeit über sexuelle (Nicht-)Begegnungen zwischen Menschen zu entwerfen. In ihren Gesprächen, Konflikten und Annäherungsversuchen fächern die Figuren das weite Bild des zwischenmenschlichen Miteinanderseins auf. Hinter der Fassade von sexueller Lust zeigen sie sich letztlich bloßgestellt in ihrer emotionalen Bedürftigkeit. Von Dora Schneider in Szene gesetzt, tanzen die ProtagonistInnen durch eine Tragikomödie der ewigen Suche nach sich selbst und nach der Nähe zum Gegenüber.


Vorstellungsdauer ca. 110 Minuten, keine Pause

Es spielen Jens Claßen, Michaela Kaspar, Raphael Nicholas, Lisa Schrammel, Petra Strasser, Georg Schubert

Regie Dora Schneider
Text Thomas Richter
Ausstattung Ilona Glöckel
Musik und Video Thomas Richter
Dramaturgie Tina Clausen
Regieassistenz Renate Vavera
Ausstattungsassistenz Sandra Moser
Kostümbetreuung Daniela Zivic
Regiehospitanz Stefanie Elias
Maske Beate Lentsch-Bayerl
Licht Hans Egger, Katja Thürriegl
Ton und Videotechnik Peter Hirsch
Bühnentechnik Andreas Nehr, Alexander Schlögl


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