“Wir erinnern uns: Gernot Plass, das ist der, welcher mit seiner Neudeutung von Shakespears “Richard II.” für die Theatersensation des Jahres 2010 zuständig war. “Der Prozess” zeigt dieselbe Handschrift: In höchstem Tempo werfen die Darsteller einander die Textbrocken zu, so entsteht ein durchgehender, sehr präziser Rhythmus mit enormer Sogwirkung. (...) Allein schon der Virtuosität der Form zuzuschauen, macht Freude. (...) Plass ging ein Wagnis ein: Er hat aus Kafkas bedeutungsschwerer Parabel eine absurde Farce gemacht. (...) Der Versuch gelingt. (...) So komisch kann Kafka sein.” Kurier

Eine ”überzeugende Premiere”, eine “energiegeladene Inszenierung” und ein “perfekt aufeinander abgestimmtes und powervolles Ensemble”.
Der Standard

“Temporeich und ganz heutig!” Wiener Zeitung

“Vergnüglicher als im Wiener TAG, dem Theater an der Gumpendorfer Straße, hat man sich wohl schon lange nicht mehr mit einem der notorisch düsteren Romane Franz Kafkas auseinandersetzen können. Gernot Plass, der schon mit einer erfrischend freien Version von Shakespeares „Richard II.“ aufhorchen ließ, hat dem „Prozess“ das Quälende genommen, ohne ihn harmlos zu machen. Mit einem blendend disponierten Darsteller-Quintett gelang ihm eine flotte Farce, die bei der gestrigen Premiere zu Recht gefeiert wurde. (...) Die Mittel, die Ausstatterin Alexandra Burgstaller zur Verfügung stellt, sind minimalistisch. Die Spielweise dagegen ist hoch expressiv. Der überdrehte, comic-hafte, antinaturalistische Stil, mit dem das rätselhafte Anklageverfahren einer anonymen Behörde den biederen Prokuristen Josef K gehörig aus der Bahn wirft, ist ebenso witzig wie temporeich. Vorsichtige Modernisierungen und ein gelungenes Vexierspiel mit Traum- und Theaterrealität bringen hübsche Facetten ins Spiel. (...) Dass man nicht alle Facetten des Jahrhundert-Romans gemeinsam auf die Bühne bringen kann, ist ein Vorwurf, mit dem sich leicht leben lässt. Mut zur Unkonventionalität und ein hohes Maß an handwerklicher Perfektion sind genügend mildernde Umstände. Glatter Freispruch.” APA

“Eine Theaterfreude, die jedem ans Herz gelegt sei.” kurier.at

“Erfolg für das TAG.” Kronen Zeitung

“Es ist immer wieder bewundernswert mit welcher Virtuosität bei gleichzeitiger Präzision das eingespielte Ensemble des TAG ans Werk geht. (...) Eine äußerst innovative und energiegeladene Adaption und Inszenierung.” Kulturfokus

“Die fünf Wiener begeistern mit ihrer gelungenen Entführung in die surreale Welt des Josef K. Sie zeigen, mit wie wenigen Mitteln eine ganze Welt entstehen kann: Man nehme ein paar Herren und eine Dame in grauen Anzügen, viele Stühle, einen Tisch als Pritsche und diffusen Endzeitsound. Die Schauspieler überzeugen durch ihre Wandlungsfähigkeit und Ausdrucksstärke. Regisseur Gernot Plass bleibt in seiner Fassung gefühlt nah bei Kafka, obwohl er mutig in den Text eingreift.”
Das Publikum “folgt dem durchweg spannenden Schauspiel sehr aufmerksam und quittiert die häufig grotesken und komischen Überzeichnungen mit viel Gelächter.” Badischen Neuesten Nachrichten