Nominiert für den NESTROY-THEATERPREIS 2013 in der Kategorie “Beste Off-Produktion”!

Zum letzten Mal
Mo 3. und Di 4. Juni 2013, 20 Uhr

“Der Mensch von heute schämt sich in der Regel für die völlig falschen Dinge.”

Schillers “Räuber” – der wohl berühmteste Bruderzwist der Theatergeschichte: Franz fühlt sich als Zweitgeborener und unattraktiverer Bruder von der Natur und vom Vater benachteiligt. Karl ist der klassische Lieblingssohn, der dann aber durch Franz’ Intrigen in Ungnade fällt und aus lauter Frustration eine Bande gründet, die sich gegen die herrschende Ordnung auflehnt.

Aber ist dieser Karl Moor wirklich der edle Räuber, der Revolutionär, der sympathischste Held der deutschen Literaturgeschichte?

Wenn man die Figur ernsthaft im historischen Kontext, z.B. am deutschen Herbst 1977 vorbei, ins Heute parallel verschiebt, bleiben von ihm vor allem seine Handlungen übrig: Karl, der Psychopath, der terroristische Massenmörder, der alles umlegt und in Brand steckt, was sich ihm in den Weg stellt. Hier muss so viel zurechtgerückt werden, dass eine bloße Neuinszenierung der “Räuber” nicht reicht. Gernot Plass wagt sich mit seiner ganz speziellen Methode der aktualisierenden Überschreibung vor diesem Hintergrund erstmals an einen deutschen Klassiker – und natürlich wird auch dabei wieder im versierten Versmaß geistreich, in rasantem Tempo und mit viel Humor gestritten und geliebt, getötet, gelogen und geflucht, gottverdammt nochmal!

Es spielen: Jens Claßen, Maya Henselek, Michaela Kaspar, Julian Loidl, Gottfried Neuner und Georg Schubert
Text und Inszenierung: Gernot Plass
Ausstattung: Alexandra Burgstaller
Dramaturgie: Isabelle Uhl
Musik: Dr. Plass
Maske: Beate Lentsch-Bayerl
Regieassistenz: Renate Vavera
Regiehospitanz: Johanna Hörmann

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