"Das TAG triumphiert mit Gernot Plass' Klassiker-Überschreibung – Das Spiel der Egoismen entgleitet, das Ende ertrinkt in Gewalt, Blut, Tod: Ein Schockmoment, der den Atem stocken lässt. Gernot Plass überschreibt die 'Medea' des Euripides zum heutigen Beziehungsthriller und inszeniert ihn explosiv und detailgenau (…) Im geheimen Mittelpunkt steht Lisa Schrammel als Elisa/Glauke: Sie ist die große Manipulatorin, wandelt sich von der begehrenden Tigerin zum doof-naiven Blaustrumpf und zurück, um ihre Interessen durchzusetzen. (…) Zurück bleiben zerstörte Leben. Die Wucht des Abends knüppelt nieder. "
WIENER ZEITUNG

"Gernot Plass drückt zwar zu sehr auf die Ehehöllen-Taste, erlöst aber dafür die Figur der Kreusa aus ihrer Passivität und bürstet sie hoch zur infamen Intrigantin. Die Inszenierung gerät zum Duell der Frauen. Medea, eine frei nach Svenja Flaßpöhler "potente Frau", baut in expressionistischen Posen ihrer Opferrolle kräftig vor und macht auch ihre Ankündigung wahr, sich das Herz aus der ‘Hendlbrust ’ ihrer Feindin zu holen. Respekt."
DER STANDARD

"Mix aus überdrehter Komödie und Mystery-Thriller"
FALTER

"So bedeutungsschwanger die Eröffnungsszene, so locker, kurzweilig ja fast boulevardkomödiantisch gestaltet sich die Geschichte. Text, Regie und vor allem das Spiel von Michaela Kaspar (grandios wehrhaft als Medea, die hier Andrea heißt), Julian Loid (gekonnt pendelnd zwischen ein bisschen begriffsstutzig und feig in der Rolle des Jason alias Walter), Jens Claßen (nur ja auf seinen Ruf bedacht als Kreon/Peter) und Lisa Schrammel (mit dem eiskalten, nur spärlich verdecktem Zug zur Macht als Elisa, fallweise als Uschi getarnt/Glauke, Tochter von König Kreon) sorgen für so manche Sager und ‘Szenen’, die herzhaftes, mitunter bissiges Lachen förmlich zwingend hervorrufen."
KURIER

"Lisa Schrammel schlüpft in diese Rolle, der Charakter der Kreusa von Gernot Plass, wiewohl er die griechische Tragödie insgesamt auf ihre immer noch Gültigkeit abklopft und für gut befindet, der am meisten ins Heute gehievte, denn Elisa ist ein manipulatives, machthaberisches Upper-Class-Miststück fernab jeder Jungmädchenhaftigkeit, geschweige denn Mitmenschlichkeit. Es macht einen frösteln, wie Plass die Figuren zwischen TAG-typischem Geplänkel und aggressivster Kontroverse wechseln lässt. Seine ‘Medea’ ist ein entsetzliches Vergnügen, der irrwitzige Plot um Beziehungskisten angereichert um den Wahnsinn der Themen Rassismus und Xenophobie – ein Fazit zum Umgang der selbsternannten Ersten mit der sogenannten Dritten Welt. Die Sprache des Plass’ schen Textes ist stark, seine Umsetzung auf der Bühne intensiv, zwischen Gut und Böse sind die Figuren hier jenseits von … und das Publikum mal bitter lachend, mal betreten Innenschau haltend."
MOTTINGERS MEINUNG

"Fulminant mitreißend und pointiert. Das rasante Spiel des großartigen Ensembles mit enorm ausdrucksstarken mitreißenden Szenen zwischenmenschlicher Verzweiflung und Anklage packt das Publikum von Beginn bis zum dramatischen Höhepunkt intensiv. Ein Theaterabend, der mit dem antiken Dramastoff virtuos zu spielen weiß und die alltäglichen Masken unserer Zeit in Liebe, Freundschaft und Gesellschaft fulminant zerfetzt."
LITERATUROUTDOORS.COM

"Vor allem gibt es in dieser Neufassung kein schwammig-weiches Frauenbild mehr, wie es die Prinzessin Kreusa einst verkörpert hat. (…) Faszinierend, wie Gernot Plass als sein eigener Regisseur für die rund 100 pausenlosen Minuten von der ersten Sekunde an vibrierende Spannung erzeugt. (…) Da hat Michaela Kaspar eine Kraft im Toben, die schlechtweg bewundernswert ist. Aber Lisa Schrammel hält ihr mit der Kraft einer absolut skrupellosen Rücksichtslosigkeit stand. Sie ist ja eigentlich das gänzlich neue Element in dieser Medea-Paraphrase."
ONLINE MERKER

"Dass das alles mit einer gehörigen Portion an Humor – gespickt von Ironie bis Sarkasmus – geschieht, ist sowohl den geistreichen flotten Dialogen von Plass wie dem erneut unglaublich packenden Spiel des Ensembles zu verdanken. Es ist schon beinahe langweilig dies zu betonen: Vor allem Michaela Kaspar und Jens Claßen laufen erneut zur Höchstform auf. Ein durch und durch interessanter Abend, der von Emanzipation über Selbstermächtigung und Postkolonialismus bis hin zu Kapitalismus und Menschenrechten alles offenkundig anspricht. 100 Minuten geballte (Theater)Power."
KULTURFÜCHSIN