“Hochkomisch und hochbrisant. (...) Die Dialoge sind überzeichnet realistisch, das Setting vor goldenem Glitzervorhang ist irreal. (...) Mit Sätzen wie 'Wer wird schon mit 30 Kanzler?'' und 'Wir reden wie auf Twitter' macht der Abend großen Spaß und ist gleichzeitig erschreckend klug, wenn es etwa heißt 'Medien bieten das Theater für inszenierte Politik'. Es bleibt die Frage, wann der Journalismus endgültig abgeschafft sein wird.”
FALTER

“Das kleine, aber hervorragende TAG bringt als erste Premiere der Spielzeit 'Der Untergang des österreichischen Imperiums' heraus, geschrieben (gemeinsam mit dem Ensemble) und inszeniert vom Theater-Wüterich Ed. Hauswirth. (...) Das Ensemble spielt furios. (...) Die Inszenierung verzichtet auf den erigierten Zeigefinger und ist unglaublich komisch - genau das macht sie so zwingend. (...) Riesenjubel vom Premierenpublikum für eine spannende und sehenswerte (...) Aufführung.”
KURIER

“Die aktuellen Entwicklungen spielen dem Regisseur Ed. Hauswirth in die Hände. Es sind dankbare Zeiten für Theater wie seines. Die BVT-Affäre, die Russland-Kontakte der FPÖ, der Erfolg des Populismus, die Krise der Opposition und eine Bundeskanzler Sebastian Kurz – das alles fällt genau in Hauswirths Beuteschema. Daraus montiert er seine bissigen Stücke. (…) Originell wird die Uraufführung, wo sie ins Groteske kippt. Vielleicht ist (…) in Wien ja schon das Parlament aufgelöst worden? Wird dann überall geraucht werden dürfen? Übernimmt Andreas Gabalier dann das Konzerthaus? Solcher Witz und viel Spiellust machen die zwei Stunden hoch amüsant.”
DER STANDARD

“Zwei unterschiedliche Gewalten treffen im Theater an der Gumpendorfer Straße erstmals aufeinander: das Grazer Theater im Bahnhof, dessen Spieler ihren Humor aus Unterspanntheit generieren, und das hochenergetische TAG-Ensemble. Das gemeinsam entwickelte Stück (…) spielt im absoluten Jetzt. (…) die Verheiratung der Ensembles klappt: Alle acht arbeiten einfach ihre jeweiligen Stärken heraus. Ein sehenswerter Abend.”
WIENER ZEITUNG

“Kurzweiliges Theater zum Schmunzeln und Wundern.”
WIENlive

“'Der Untergang des österreichischen Imperiums' ist eine Mischung aus Gesellschaftskomödie mit einer dystopisch anmutenden, politischen Gegenwartsbeschreibung und changiert dementsprechend zwischen diesen Polen. Die Inszenierung macht klar, dass sich Österreich in einem Zustand befindet, mit dem sich viele zwar noch nicht abfinden wollen, Ressentiments oder gar Trauer völlig nutzlos sind. Wer dem einen Hoffnungsschimmer entnehmen will, muss sich schon am rechten Rand des politischen Spektrums wohlfühlen.”
EUROPEAN CULTURAL NEWS

“Die politische Utopie ist tot, die untote Vergangenheit lebt. Auf diesen Punkt bringt am Ende einer der Protagonisten die Situation der Nation, wenn nicht der Welt, und es wäre ein allzu deprimierendes, wäre man zuvor nicht zwei Stunden lang im TAG gesessen. (…) Wie immer haben Hauswirth und sein Team den Text nach geführten Interviews entwickelt, und da müssen einige Kolleginnen und Kollegen niedergeschmettert von der eigenen Branche aus dem Nähkästchen geplaudert haben, so absurd, so traurig, aber wahr ist der Abend., der daraus entstanden ist. (…) Die Schauspieler sind gewohnt großartig.”
MOTTINGERS MEINUNG

“Die acht Akteure durchleben ein Wechselbad in diesem von Ed. Hauswirth inszenierten, mit dem Ensemble geschriebenen Stück – eine Koproduktion des TAG mit dem Theater im Bahnhof Graz. Die Bühne wurde von Johanna Hierzegger sparsam gestaltet, Außenszenen sieht man hoch oben auf zwei Screens: Die Frauen joggen, die Männer kochen. Flirts, Streit, Singen, Prügel, pointiertes Jammern über den neuen Faschismus und die Misere im Journalismus bestimmen den ca. zwei Stunden langen Diskurs. Er verläuft recht beliebig. Dieses Lehrstück wirkt im Reality-Check fast zu harmlos. Manch eine Szene kippt ins Surreale, etwa die: Kanzler Kurz im monotonen Background-Singsang, während alle gequält nach Halt suchen. Die Darsteller machen ihre Sache aber gut, ob nun Lisa Schrammel als hoffnungsvolle Junge, Juliette Eröd in frischem Trennungsschmerz oder Jens Claßen und Georg Schubert als verbrauchte Typen. Sie wissen längst: ‘Die Zeit der Utopien ist vorbei.’”
DIE PRESSE

“Das TAG Theater Wien setzt sich mit der umjubelten Uraufführung ‘Der Untergang des österreichischen Imperiums oder die gereizte Republik’ von Ed.Hauswirth und dem Ensemble fulminant an das Jubiläumsbankett des Landes. Es ist ein komödiantisch wie intellektuell kritisch mitreißender Blick auf die moderne Gesellschaftsgeschichte in allen Herausforderungen und Enttäuschungen. Die Inszenierung in der grandiosen Darstellung und Sichtbarmachung individueller Lebenswege öffnet die großen Einsamkeiten und stillen Tragödien unserer Zeit, in denen Fragen und Klagen persönlich bleiben (müssen) und so innerlich erstarren lassen. Das Ensemble interagiert im großen Thema individueller und gesellschaftspolitischer Lebensspannung von Ideal und Realitätanspruch in hervorragender persönlicher Aufmerksamkeit und schafft es die Brüche zwischen sozialer Rollenfassade und unterdrücktem persönlichen Angstschrei in Gänsehaut offenzulegen. Präsenz, Expressivität, Überraschungsmoment und Tragik reißen das Publikum mit. Ein Bühnenereignis, das unterhält wie nachdenklich macht und zeigt welch Kraft, Aufmerksamkeit und Spielfreude modernes Theater auszeichnen kann.”
LITERATUR OUTDOORS

“Regisseur Ed. Hauswirth vermisst in seinem neuen Theaterstück den Zustand von Land, Politik und Medien. Und dreht im Interview gern den Spieß um.”
DIE PRESSE, SCHAUFENSTER

“Ed. Hauswirth hat mit dem Ensemble das Stück (…) erarbeitet. Es enthält alles, was eine gute Satire am Theater ausmacht, von der Hirschbrunft, mit der die Männer einander aus dem Feld röhren wollen, bis zum fein formulierten Stutenbeißen der Frauen. Die einzelnen Darsteller überzeichnen gekonnt das Lamento einer nunmehr von den politischen Futtertrögen weggesperrten linken Gesellschaft. (…) Man lacht dazu, wo es eigentlich nichts zum Lachen gibt. Aber das haben die Produktionen des TAG so an sich. Sie sind jedesmal garantiert noch nie dagewesenes Theater, dem man sich ruhig ausliefern darf, um danach draufzukommen, dass man es trotzdem gesehen haben muss.”
KULTUR UND WEIN