“In gerade einmal 80 Minuten zeigt Valudskis mit bissigem Humor Menschen, die sogar daran scheitern, sich selbst glaubwürdig zu spielen. Die aufs Äußerste reduzierte Inszenierung fasziniert. (…) Michaela Kaspar, Markus Kofler, Raphael Nicholas, Julia Schranz und Claudia Kottal spielen hinreißend.”
KURIER

“Best of Tschechows ‘Möwe’. Das Theater in der Gumpendorferstraße zeigt eine starke Fassung des Dramas. Der litauische Regisseur Arturas Valudskis weiß, worauf es bei Tschechow ankommt: Menschliche Schwächen und präzise Schauspieler. Im formidablen Ensemble überzeugt Claudia Kottal als lebensmüde Mascha. (…) Das Scheitern aber findet nur im Spiel statt, denn wie das Ensemble das zeigt, ist glänzend.”
NEWS

“Das Theater des in Österreich lebenden Litauers Arturas Valudskis trägt eine ganz eigene Handschrift. In ihr erkennt man die Vorliebe für die Magie des absurden Theaters, für wortlose Körperkunst, für tragikomische Momente. (…) Nicht zuletzt erzählt sich diese Möwe über entwaffnend einfache Illusionskunst (…) Man kann sich dieser filigranen Kunst nur schwer entziehen.”
DER STANDARD

“Abgehackt und spielerisch ist Valudskis’ Version, und ziemlich komisch. (…) Von der Melancholie bei Tschechow ist wenig übriggeblieben, und das ist ganz gut so.”
DER FALTER

“Teils originell, teils befremdlich wirkt eine Tschechow-Version des litauischen Regisseurs und Schauspielers Arturas Valudskis: Sympathieträger gibt es hier keine. (…) Valudskis hat allerdings einiges unternommen, damit einem bei diesem Tschechow nicht langweilig wird. (…) Anderes wieder ist großartig: Manch schonungslose Feinzeichnung bei den Figuren oder das Klavier, dessen Deckel beim Zuklappen knallt wie ein Pistolenschuss. Diese „Möwe“ dauert nur 80 Minuten. Wem Originaltexte egal sind, der mag sie probieren.”
DIE PRESSE

“Der aus Litauen stammende Regisseur Arturas Valudskis hat mit “Das Spiel: Die Möwe” eine ebenso geistreiche wie amüsante Bearbeitung dieses viel gespielten Stücks vorgelegt. (...) Dabei liegt die Betonung von ‘Das Spiel: Die Möwe’ eindeutig auf Spiel. Das liegt zum einen am glänzend aufspielenden Ensemble des TAG. (…) Wer der Aktualität Tschechows nachspüren möchte, dem sei der Gang ins Theater an der Gumpendorfer Straße wärmstens empfohlen.”
DIE FURCHE

“Der aus Litauen stammende Regisseur entkleidet, subtrahiert, abstrahiert, bis hinter Sprachschwall und großer Geste das Notwendige zum Vorschein kommt. Er lotst das Publikum durch Weglassen durch seine Wirklichkeit. In diesem Fall dauert der Weg 80 Minuten, dann ist alles gedacht und gesagt und getan, und man fragt sich, was die russische Intelligenzija auf einer Bühne je länger herumphilosophieren musste. Valudskis, der Verführer, fängt die Zuschauer mit Zauberbildern, und am Wohlfühlhöhepunkt sagt er ihnen: Jetzt seht hin! Das ist der Mensch, nicht mehr, aber auch nicht weniger. So ist ihm einmal mehr eine großartige, eine geniale Aufführung gelungen. (…) Er liebt. Das Theater und seine Schauspieler und sein Publikum. Und deshalb ist ihm auch diesmal Magie gelungen. Ein fantasievoller, spielfreudiger Abend, der mit großem Applaus und vielen Bravos bedankt wurde.”
MOTTINGERS MEINUNG

“Ein guter Teil der russischen Dramen des ausgehenden 19. Jahrhunderts leben von der Darstellung unendlicher Fadesse. Zumeist erschießt sich der Held angesichts seines Scheiterns und bringt damit zumindest am Schluss etwas Leben ins Geschehen. Aber wer würde sich dabei zu lachen trauen?! Arturas Valudskis hatte den Mut, einen dieser unantastbaren Klassiker abgrundtiefer Trübsinnigkeit auf seine komischen Elemente zu reduzieren. Er hat damit dem TAG (Theater an der Gumpendorfer Straße) ein weiteres dieser großartigen Stücke maßgeschneidert, um dramatischer Weltliteratur vollkommen neue Aspekte abzugewinnen.”
KULTUR UND WEIN