Es gibt sie noch, die gut gemachten, modernen Remakes!
(Kronen Zeitung)

…sehr gelungene Inszenierung…
(Der Standard)

Flott und bissig.
(Wiener Zeitung)

Die SchauspielerInnen…schlagen sich hervorragend.
(Falter)

…eindeutig gelungen. Ein überaus unterhaltsamer Abend.
(Klein und Kunst)

Kronenzeitung, 16.4.2007

Der Standard, 16.4.2007

Wiener Zeitung, 23.4.2007

Verpfuschte Leben

“China Shipping” ist eine flotte und bissige Satire über…
Ja, worüber denn eigentlich?
Das Remake von Anton Tschechows “Drei Schwestern” im Theater an der Gumpendorfer Straße seziert anhand symptomatischer Szenen gekonnt und akribisch das verpfuschte Leben dreier Frauen und ihres Halbbruders.

Eine stringente Handlung kristallisiert sich erst nach und nach aus dieser Revue sinnentleerter Persönlichkeiten heraus, und hilft, die einzig verbleibende Hoffnung der Protagonisten symbolisch auf den Punkt zu bringen: Flucht aus der “Vorstadthölle” und aus dem Schwitzkasten der kaputten Familienverhältnisse. Ob jedoch zumindest eines der Geschwister rechtzeitig das Schiff – oder das Flugzeug? – nach China erreicht, lässt die Autorin Ulrike Syha letzten Endes offen.

Bewundernswert, dass trotz des hohen Tempos, mit dem das Stück vom Beginn bis zum Schluss durchgezogen wird, keine Nuancen auf der Strecke bleiben. Schön, dass immer noch Zeit für das eine oder andere wehmutsvoll von der Ferne träumende russische Volkslied ist.

Flott und bissig.

FALTER 17/07, 25.4.2007

Klein&Kunst, 17.4.2007

„Die familiäre Grundkonstellation ist die gleiche geblieben; soziales und kulturelles Umfeld haben sich verändert. (...) Manche Themenblöcke und Motive des Tschechow-Textes habe ich weiterverfolgt, andere komplett vernachlässigt.“, meinte die Dramaturgin selbst.

In Tschechows „Drei Schwestern“ treibt es Olga, Maria und Irina zurück in die Heimat. Zurück nach Moskau. Sie sind es Leid in dieser Provinzstadt zu leben, in der sie seit 11 Jahren gefangen sind.

Auch in „China Shipping“ steht die Heimat im Mittelpunkt der Handlung. Die Familie kommt im Elternhaus zusammen. Nur die Mutter glänzt immer durch ihre Abwesenheit. Die selbsternannte „Kosmopolitin“ bereist die Welt und überlässt ihre Kinder deren Schicksal.

Das Stück beginnt mit der Vorstellung der Figuren. Drei mysteriöse Damen führen durch die Handlung. Durch deren Vokabular ist es, als wäre man an einem Filmset. Aufffallend: der Erzählstrang ist durch eine Rückblende unterbrochen. Gegen Ende ist man wieder am Anfang.

Die Inszenierung ist durch das Spiel der Darsteller auf dieser wunderbaren Etagenbühne eindeutig gelungen. Ein überaus unterhaltsamer Abend.

Anna Heuberger für Klein&Kunst Onlein